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Bundesnetzagentur bittet DSL-Anbieter zur Kasse

Nach wie vor, sorgt der Wechsel des DSL-Anbieters oft für reichlich Ärger beim Neukunden. Warum die Bundesnetzagentur sogar Bußgelder verhängt, lesen Sie hier.

Bundesnetzagentur Anbieterwechsel

Bußgeld gegen DSL-Anbieter verhängt

Der Wechsel des Anbieters ist schnell, einfach und
vor allem problemlos – so bewerben jedenfalls die DSL-Anbieter ihre Serviceleistungen. Doch aus Sicht des Kunden, sieht das Ganze dann schon anders aus. Denn immer wieder fällt bei einem Wechsel der DSL- und Festnetzanschluss gleich mehrere Tage aus.

Ein Anruf bei der Support-Hotline endet meist mit: „Fragen Sie beim alten Anbieter nach. oder Der Anschluss wurde noch nicht bereitgestellt und kann nicht freigegeben werden.“ Jedoch lassen sich das Kunden heute keineswegs gefallen und so wurden die Beschwerden direkt an Bundesnetzagentur weitergeleitet.

Anbieterwechsel gesetzlich geregelt

Obwohl der Wechsel des Anbieter im Telekommunikationsgesetz (TKG) eindeutig geregelt wurde, kommt es mitunter zu unnötig langen Wartezeiten. Vertraut man allerdings auf das Gesetz ist der Anbieter verpflichtet einen Wechsel möglichst ohne bzw. nur mit einer kurzen Unterbrechung der Verbindung durchzuführen.

Außerdem darf der alte Anbieter die Leistungen gar nicht ohne weiteres einstellen. Denn Ihr bisheriger Anbieter ist dazu verpflichtet, Sie solange weiter zu versorgen bis alle technischen und vertraglichen Details geklärt sind. Sollte es demzufolge zu Problemen am Tag der Umschaltung kommen, muss der bisherige Anbieter die Weiterversorgung sicherstellen.

Hinweis: Die Unterbrechung für die Umschaltung auf den neuen Anbieter darf nicht länger als einen Tag dauern.

Beschwerdenflut richtet sich gegen vier Anbieter

Da die Beschwerden eine eindeutige Sprache sprechen, verhängte die Bundesnetzagentur gegen drei große Telekommunikationsanbieter Strafen in Höhe von 225.00 Euro.

Dazu hat Jochen Homann der Präsident der Bundesnetzagentur folgendes erklärt:
„Die drei Anbieter haben wiederholt ihre gesetzlichen Pflichten beim Anbieterwechsel verletzt. Verbraucher waren so längeren Versorgungsunterbrechungen und den damit verbundenen Belastungen ausgesetzt. Dies ist ein Zustand, den wir nicht akzeptieren““, betonte Homann. „“Wir haben gegen einen weiteren großen deutschen Anbieter ein Verfahren eingeleitet. Insgesamt entfallen auf die vier betroffenen Anbieter rund 70 Prozent des Beschwerdeaufkommens zum Anbieterwechsel.“

Wie man den Ausführungen des Präsidenten der Bundesagentur entnehmen kann, halten sich speziell vier Anbieter nicht an die gesetzlichen Vorgaben. Aber im Hinblick auf die Mitarbeit zur Verbesserung des Anbieterwechsel im Telekommunikationssegment, wurden die betroffenen Anbieter nicht mit dem Höchstsatz des Bußgeldes belegt.

Mein Fazit:

Für den Verbraucher ist das ein positives Eingreifen der Bundesnetzagentur, denn nur so kann sicher gestellt werden, das sich Anbieter an die Vorgaben des TKG halten. Zögern Sie also nicht und nutzen Sie die extra dafür eingerichtete Beschwerdestelle um ihren Ärger Luft zu machen. » Hier finden Sie das Beschwerdeformular

 

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