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Bundesnetzagentur: DSL-Anschlüsse langsamer als versprochen

Während die Werbung hierzulande DSL-Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit in der Sekunde verspricht, sieht die Realität ganz anders aus. Was viele User tagtäglich verspüren, offenbart nun auch ein Bericht der Bundesnetzagentur.

DSL-Speed

DSL-Speed geringer als versprochen

Bekanntlich gab es vor einigen Monaten den Start der Bundesnetzagentur für eine Studie zur Surfqualität in Deutschland. Nun legte die Behörde die Auswertungen vor – und bestätigte das überwiegend langsame Internet der DSL-Besitzer. Über 226.000 Nutzer aus dem gesamten Bundesgebiet hatten an der Studie teilgenommen. Dabei haben sie auf der Seite der Bundesnetzagentur die Bandbreite ihres Internetanschlusses gemessen. Die Datenerhebung erfolgt, da sich zahlreiche Kunden über ihre niedrigeren Geschwindigkeiten als versprochen beschwert hatten.

20 Prozent mit versprochener Geschwindigkeit unterwegs

Den Auswertungen der Bundesnetzagentur zufolge surft nur jeder fünfte DSL-Anschlussinhaber hierzulande mit der versprochenen Geschwindigkeit. Ein gutes Drittel der Kunden surft hingegen den Angaben zufolge gerade einmal mit maximal der Hälfte des versprochenen Tempos. Dabei ergaben sich den Informationen zufolge auch vor allem drei Kundengruppen, die mit der größten Abweichung zwischen der Werbung und den tatsächlichen Werten leben mussten. Dies betrifft demnach die Kunden mit Kabelanschluss mit 50 bis 100 Mbit/s, DSL-Kunden, die mit 8 bis 18 Megabit pro Sekunde unterwegs sind und LTE-User mit versprochenen Geschwindigkeiten zwischen 25 und 50 Mbit pro Sekunde.

Breitband Marktanteil

Kabelkunden mit der niedrigsten Abweichung

Wie die Studie der Bundesnetzagentur weiterhin aufführte, kommen die geringsten Abweichungen zwischen der Werbung und der Realität bei den Kabelanschlüssen vor. Allerdings liegen auch die Datenübertragungsraten beim Upload und Download bei den Kabelanschlüssen weit auseinander im Vergleich beispielsweise zu DSL. Zudem wurde auch deutlich, dass sich die Downloadzeiten insbesondere abends verschlechtern.

Mein Fazit

Die Studie bestätigt nicht nur die Vermutungen der Bundesnetzagentur, sondern auch das was die Kunden alltäglich im beruflichen und privaten Bereich erleben. Das Internet ist zu langsam, obwohl besser gesagt die DSL-Anschlüsse sind es. Anstatt sich ständig in den Haaren zu liegen, wegen dem an die Telekom zu zahlenden TAL-Entgelt für die „Letzte Meile“. Sollten die Netzbetreiber mal an einem Strang ziehen und dafür sorgen, dass das Breitband-Internet deutschlandweit eine Mindestbandbreite von 16 Mbit/s bekommt.

 

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2 Kommentare zu Bundesnetzagentur: DSL-Anschlüsse langsamer als versprochen

  1. rainer romig sagt:

    Hallo,

    wir sind Kunde bei 1und1, und haben einen 16 Doppelflat. Nach der Messung bei Computerbild, kommen bei ums aber nur 6.705 kbit/s an.

    Was kann ich machen. 1und 1 sagte mir iche hätte keinen rechtlichen Anspruch auf die versprochenen 1600.

    Gruß

    Rainer Romig

    • Sebastian sagt:

      Hallo Rainer,

      gleich mal vorweg einen rechtlichen Anspruch auf die 16000er Leitung gibt es meines Wissens nicht.
      Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das 1&1 als Provider meist die bestmögliche Leistung freischaltet. Denn ich hatte in meiner
      Wohnung auch das gleiche Problem.

      Hinweis: Hast du an verschiedenen Tageszeiten die Bandbreite getestet oder nur einmal? Denn auch hier spielen sogenannte Stoßzeiten eine Rolle.

      Gruß

      Sebastian

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