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Bundesnetzagentur: „Letzte Meile“ soll teurer werden

Das von der Deutschen Telekom kassierte TAL-Entgelt sorgt bei vielen Mitbewerbern stets für Ärger. Nun hat die Bundesnetzagentur die Erhöhung des Entgelts auf 10,19 Euro im Monat vorgeschlagen. Dies sorgt nicht nur für Zustimmung.

TAL Entgelt wird erhöht

DSL-Anbieter müssen tiefer in die Tasche greifen

Dem jüngsten Entwurf zufolge soll das Entgelt für die sogenannte „Letzte Meile“ also geringfügig ansteigen. Bislang müssen die Konkurrenten der Telekom für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) 10,08 Euro bezahlen. Die Preisänderung soll zum 1. Juli 2013 wirksam werden. Für den Zugang zur TAL hingegen darf die Telekom dem Entwurf zufolge nur noch 6,79 Euro an Miete kassieren. Bislang werden hierfür 7,17 Euro im Monat fällig.

Höheres TAL-Entgelt durch höhere Wiederbeschaffungskosten

Wie die Bundesnetzagentur informierte, ist der Vorschlag für das neue TAL-Entgelt aufgrund der Ermittlung verschiedener Faktoren getroffen worden. Dabei sind die aktuellen Wiederbeschaffungskosten in die Kalkulation eingeflossen. Unter anderem sind die Tiefbau- und Kupferpreise im Vergleich zur letzten Preisbestimmung vor zwei Jahren gestiegen, so die Regulierungsbehörde. Ferner haben sich demnach auch die Stückkosten erhöht, da die Anzahl der kupferbasierten Festnetzanschlüsse weiterhin rückläufig sei. Eine erneute Absenkung des TAL-Entgelts sei nicht wünschenswert gewesen. Durch die neuen TAL-Entgelte soll der Breitbandausbau belebt werden, so die Behörde weiter.

Die Letzte Meile (TAL)

TAL- Letzte Meile

VATM kritisiert den Vorschlag der Bundesnetzagentur

Wenig Anklang findet der neue Preisvorschlag von 10,19 Euro monatlich beim Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM). Der Breitbandausbau werde dadurch mit zusätzlichen Kosten in Millionenhöhe weiterhin belastet, erklärte der Verband. Dies betrifft demnach auch das Entgelt für die Strecke vom HVT (Hauptverteiler) bis hin zum KVZ, dem Kabelverzweiger. Dieses Entgelt steigt nämlich laut VATM von 2,91 auf 3,40 Euro, was die Bundesnetzagentur nicht publik gemacht hatte. Hier würden laut dem Verband Millionen Euro durch die investierenden Unternehmen verlieren, während die Deutsche Telekom Millionen für den eigenen Breitbandausbau gewinnen würde.

 

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