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Deutsche Telekom bestätigt mögliche DSL-Drosselung

Nachdem es im Internet heftige Gerüchte um eine DSL-Drosselung gegeben hatte, bestätigte nun die Deutsche Telekom diese. Demnach soll die Übertragungsrate der Daten beim Festnetz-Internet auf 384 Kbit/s gesenkt werden.

Telekom DSL-Drosselung

Telekom DSL-Flatrate droht Drosselung

Wie Golem.de berichtet, hat die Telekom hierzu folgende Erklärung abgegeben: „Ähnlich wie im Mobilfunk soll es in Zukunft auch bei Festnetztarifen für die Datenübertragung ein bestimmtes Volumen geben, das inklusive ist. Ist dieses Volumen aufgebraucht, wird die Übertragungsgeschwindigkeit gebremst. Für die meisten Kunden wäre das integrierte Volumen völlig ausreichend. Braucht ein Kunde mehr Highspeed-Volumen, könnte er – wie im Mobilfunk auch – weitere Kapazitäten hinzubuchen. Natürlich ändert sich für bestehende Verträge nichts und bei Neuabschlüssen werden Kunden selbstverständlich über die Vertragsbedingungen transparent informiert.“

Konkrete Tarife sollen noch nicht ausgearbeitet sein

Demnach sollen die entsprechenden Gedanken bei der Telekom vorherrschen, konkrete neue Tarife allerdings soll es noch nicht geben. Die Telekom steht nach eigenen Angaben vor der großen Herausforderung, dass es ein exponentielles Wachstum beim Datenvolumen gebe. Deswegen müssten die Netze einem massiven Ausbau unterliegen. Während dies Milliarden an Euro verschlinge, würden die Telekommunikationspreise seit Jahren fallen. Aus diesem Grund ist die Begrenzung des in den Tarifen beinhalteten Datenvolumens tatsächlich ein Lösungsansatz für die Telekom. Demnach müssten damit auch nur die Kunden mehr bezahlen, die mehr Leistung in Anspruch nehmen.

E-Mail eines Mitarbeiters der Telekom legt Pläne offen

Zuvor hatte in Mitarbeiter der Telekom die Planungen des Bonner Konzerns offengelegt. In einer E-Mail an den Blog Fanboys hieß es: „Es scheint Pläne zu geben, zum 2. Mai 2013 für die DSL, VDSL und Fiber Tarife eine einheitliche Drosselung („Bandbreitensteuerung“) einzuführen. Die neue einheitliche Geschwindigkeit nach Drosselung soll 384 KBit/s betragen.“ Die Limits in den einzelnen Tarifen sollen demnach zwischen 75 und 400 GByte im Monat liegen.

Mein Fazit:

Scheinbar ist die Telekom der Meinung was im Mobilfunksektor toleriert wird gilt auch für den DSL-Bereich. Doch gerade ist es immer wieder das Nutzungsvolumen was Kunden bei einem Datentarif stört. Doch bestätigt sich hier nur die Kritik der BREKO das die Telekom gerade in Sachen „Netzausbau“ mit angezogener Handbremse agiert. Bleibt uns als Endverbraucher nur zu hoffen, dass die anderen DSL-Anbieter nicht nachziehen.

 

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