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Deutsche Telekom: Kein Festnetz für Neubaugebiete?

Kaum ein anderes Unternehmen steht derzeit so in den Schlagzeilen wie die Deutsche Telekom mit Blick auf die DSL-Drosselung. Nun setzt das Unternehmen noch eins drauf.

Telekom Pilotprojekt

Neubaugebiete ohne Festnetz

Wie das Unternehmen nun selbst bestätigte, wird derzeit nämlich geprüft, ob in gewissen Neubaugebieten überhaupt noch Festnetzanschlüsse angeboten werden sollen. Mehreren Medienberichten zufolge will die Telekom stattdessen offenbar einen Pilotversuch an den Start bringen. Bei diesem soll geprüft werden, ob das Festnetz nicht vollständig durch einen Drahtlos-Anschluss in einigen Neubaugebieten ersetzt werden kann.

Dafür ist allerdings laut dem Bonner Konzern eine Voraussetzung, dass sich die Qualität der Versorgung durch den drahtlosen Anschluss nicht verschlechtert. Ebenso sollen die Kosten für den Kunden nicht höher sein.

Details des Pilotprojekts stehen bislang nicht fest

Den Angaben des einstigen Telekommunikationsmonopolisten zufolge erfolgt der Pilotversuch nur mit freiwilligen Teilnehmern. Hierbei ist aber aktuell noch unklar, wo und wann dieser Test ausgeführt wird. Ebenso ist auch noch nicht klar, wie viele Teilnehmer mit von der Partie sein werden, ließ die Telekom wissen. Fest steht aber immerhin, dass das Pilotprojekt mindestens 12 Monate laufen soll.

Bei den betroffenen Neubaugebieten soll aber während des Pilotversuchs parallel auch mit Festnetz ausgebaut werden wie bisher auch. Erst nach Ende des Tests will die Telekom entscheiden, ob ein drahtloser Anschluss tatsächlich eine gleichwertige Alternative darstellt. Dabei sollen sämtliche Features des Festnetzanschlusses verfügbar sein.

Hier die LTE Verfügbarkeit prüfen

Mein Fazit:

Laut Telekommunikationsgesetz ist die Deutsche Telekom dazu verpflichtet sowohl Festnetz-Anschlüsse als auch öffentliche Telefonzellen zur Verfügung zu stellen. Wird hier die Bundesnetzagentur ein weiteres Mal einschreiten um die Benachteiligung durch die Telekom zu verhindern?

 

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Ein Kommentar zu Deutsche Telekom: Kein Festnetz für Neubaugebiete?

  1. Hans Hüsch sagt:

    Viele Bürger in ganz Deutschland protestieren laut gegen die Pläne der Telekom ab 2016 den Speed im Internet spürbar zu drosseln. Scheinbar knickt die Telekom jetzt auch etwas ein will die Geschwindigkeit auf 2 MB drosseln.
    Von 2 MB Downlaodspeed können wir Bürger in Merken nur träumen. Per DSL stehen stehen gerade mal 384 KB zur Verfügung. In Merken ist jetzt zwar auch LTE verfügbar. Dies ist jedoch keine echte Alternative, weil im billigsten Tarif S schon nach 10 GB und im noch deutlich teureren Tarif L nach 30 GB wieder auf 384 KB gedrosselt wird. Haushalte mit mehreren Nutzern können so vielleicht einen halben Monat mit einem ordentlichen Speed im Internet surfen, in der noch verbleibenden Zeit reicht der Speed gerade mal dazu Mails zu lesen/schreiben.

    Wann gedenkt die Stadt Düren, diese Benachteiliung der Merkener Bürger zu beenden? Will man warten bis alle Fördertöpfe geleert sind um dann zu erklären, ein Ausbau in Eigenregie ist nicht finanzierbar?

    Hat die Stadt schon mal mit Telekom oder Vodafone gesprochen, welche Investionen erforderlich sind LTE so auszubauen, dass eine Drosselung wegfallen kann oder nach Verbrauch des Highspeed-Datenvolumens zumindest dann unbegrenzt 2 MB zur Verfügung stehen?

    Oder könnte die Stadt vielleicht Unitymedia finanzielle Anreize geben, das in Merken bestehende Kabelnetz weiter auszubauen?

    Vielen Dank für eine baldige Info.

    Hans Hüsch

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