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Drosselung beim DSL: Bundesregierung warnt die Deutsche Telekom

Nicht nur bei den Verbrauchern sorgt die angekündigte DSL-Drosselung der Deutschen Telekom für Verärgerung. Auch innerhalb der deutschen Bundesregierung regt sich Widerstand.

DSL Drosselung Rene Obermann Telekom

Telekom wir von der Bundesregierung gewarnt

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat nun in einem Schreiben an den Telekom-Chef René Obermann seine Besorgnis bezüglich der Pläne geäußert, wonach es im Festnetz Obergrenzen für das Datenvolumen geben wird ab dem kommenden Monat für Neukunden. Wie mehrere Medien berichten, warnte Rösler Obermann demnach vor möglichen Einschränkungen für die Kunden bei den Flatrates. So soll Rösler geschrieben haben, dass die Wettbewerbsbehörden und die Bundesregierung „die weitere Entwicklung in Bezug auf eine eventuell unterschiedliche Behandlung eigener und fremder Dienste unter dem Aspekt der Netzneutralität sehr sorgfältig verfolgen würden.“

Telekom sieht Drosselung als faires Modell

Nach Angaben aus dem Wirtschaftsministerium überprüft die Bundesnetzagentur das geplante Modell der Deutschen Telekom sogar schon im Hinblick auf die Netzneutralität. Dagegen erklärte die Deutsche Telekom bereits, dass sie die Ziele der Bundesregierung in Sachen Netzneutralität teile. Dazu sagte ein Sprecher des Bonner Konzerns: „Die Telekom steht für das freie und offene Internet: Netzneutralität wird in der Debatte teilweise mit einer Gratis-Internetkultur verwechselt.“ Angesichts der anstehenden Milliarden-Investitionen der Telekom in die Infrastruktur des Netzes sei die Drosselung angebracht. Denn als Alternative hätte es nur eine pauschale Preiserhöhung für alle Kunden geben können. Das nun ausgedachte Modell sei fairer.

Verbraucherschutzministerin: kein Fortschritt für Kunden

Kritik an der DSL-Drosselung erhält die Deutsche Telekom auch von der Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner. Sie sieht in den Tarifen keinen Fortschritt für die Kunden. Vielmehr müsse die Telekom darauf achten, dass sie nicht über das Ziel hinausschieße, erklärte Aigner „Spiegel Online“. Die derartige Begrenzung von Flatrates sei alles andere als verbraucherfreundlich.

 

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