DSL in Deutschland längst nicht Alltag

Während in einigen deutschen Regionen bereits LTE Einzug hält, dürfen sich manche Dörfer gerade über DSL freuen. Denn selbst heute ist DSL hierzulande nicht überall verfügbar.

DSL Ausbau
DSL Ausbau in Brüggen

Vier Jahre Warten auf DSL in Haverslohe
Dies wird nun am Beispiel der Gemeinde Brüggen am linken Niederrhein in Nordrhein-Westfalen deutlich. In den dortigen Gemeindeteilen Born und Haverslohe ist nun nämlich nach Angaben der Rheinischen Post eine vierjährige Wartezeit auf DSL zu Ende gegangen. Ab sofort können die Einwohner dieser Ortschaften DSL mit Übertragungsraten von bis zu 50 MBit je Sekunde nutzen. Dafür wurde von der Telekom am Westring von Brüggen ein Multifunktionsgehäuse aufgestellt und rund 4.500 Meter Glasfaserkabel verlegt.

350 Haushalte erhalten DSL
Zudem sind auch in Born und Haverslohe drei dieser Kästen installiert worden, die für die Umwandlung der Lichtwellen sorgen. Somit müssen für den DSL-Anschluss in den einzelnen Häusern keine weiteren Kabel verlegt werden. Insgesamt freuen sich nun 350 Haushalte in den beiden Dörfern über das schnelle Internet. Die maximale Datenrate hängt natürlich davon ab, wie nahe ein Haushalt an dem jeweiligen Verteilerkasten liegt.

Das lange Warten auf DSL in Brüggen
Bereits vor drei Jahren gab es fast eine Einigung zwischen der Telekom und der Gemeinde Brüggen in Sachen DSL für die Borner und Haversloher – nachdem es fast ein Jahr zuvor schon angekündigt wurde. Doch die Telekom legte das Vorhaben wieder auf Eis. Anschließend schloss Brüggen einen Vertrag mit einem privaten Netzbetreiber. Doch mvox hielt sich offenbar nicht an die Zusagen, so dass der Vertrag vor zwei Jahren wieder aufgekündigt wurde. Im April des Vorjahres schließlich beantragte die Gemeinde wieder Fördermittel des Landes NRW für die Breitbandversorgung der ländlichen Gebiete. 90 Prozent gibt es nun vom Land für den Ausbau, während die Gemeinde Brüggen selbst zehn Prozent bezahlen muss.

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