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DSL mancherorts noch fernab der Realität

High Speed Internet in diesen Tagen insbesondere durch den vierten Mobilfunkstandard LTE in aller Munde ist, trotzdem muss mancherorts selbst noch auf DSL gewartet werden. Dies wird anhand zweier aktueller Beispiele aus Baden-Württemberg und Hessen deutlich.
 

DSL/ LTE Ausbau in Zukunft

DSL und LTE noch Wunschdenken

Leibertingen und Schlüchtern weit entfernt von 50 oder 100 Mbit/s

Internet mit einer Bandbreite von bis zu 100 Mbit je Sekunde – darüber dürfen sich schon die ersten deutschen Internetuser dank LTE bei der Telekom freuen. Auch die User von Breitband Internet über Kabel erhalten von Kabel Deutschland und Co. bis zu 50 Mbit/s Bandbreite. Davon können manche Internetliebhaber in Leibertingen in Baden-Württemberg oder in Schlüchtern in Hessen nur träumen.
 

Einige Ortsteile von Leibertingen erst Anfang 2013 mit schnellem Internet

In Leibertingen gab es nun eine Informationsveranstaltung des Unternehmens Neckar Com – einer Tochter der EnBW. Die Firma betreibt ein 5.000 Kilometer langes Glasfasernetz, das vom Mutterunternehmen errichtet wurde. In manchen Teilen von Leibertingen lässt sich dabei den aktuellen Informationen zufolge auch schon eine Geschwindigkeit von 25 bis 50 Mbit je Sekunde tatsächlich erreichen. Allerdings gibt es in der Gemeinde noch Gebiete, die unter dem High Speed Internet von 16 Mbit je Sekunde liegen. Wenn alles wie geplant verläuft, dann sollen diese Gemeindegebiete bis Februar des kommenden Jahres zumindest die 16 Mbit/s erreichen – wenn aller Voraussicht nach schon in rund 100 Großstädten in Deutschland LTE mit bis zu 100 Mbit/s genutzt werden kann.
 

Ausbau in Schlüchtern frühestens ab Anfang 2013

Ähnlich stellt sich die Situation in Schlüchtern in Osthessen dar. Hier geht der Bürgermeister Falko Fritzsch davon aus, dass vor dem Jahr 2013 kein Ausbau der schnellen Internetanbindung erfolgen wird. Mit den entsprechenden Bauarbeiten sollen demnach im Main-Kinzig-Kreis an mehreren Standorten begonnen werden, wobei jedoch noch nicht klar ist, wie die Reihenfolge aussieht. Damit könnte also das schnelle Internet auch in Schlüchtern noch eine ganze Weile Wunschdenken bleiben. Diese beiden Beispiele zeigen erneut auf, dass sich in Sachen High Speed Anbindung ans weltweite Datennetz noch einiges tun muss in Deutschland.
 

Mein Fazit:

Eigentlich muss man staunen, fast täglich kann man über den Ausbau und die Erweiterung von LTE beziehungsweise DSL lesen. Doch was ist schon bei komplexen Internetseiten oder einen Haushalt der mehrere Internetzugänge hat, eine 2000er oder 6000er DSL-Leitung? Aus meiner Sicht hat das nichts mit Highspeed-Internet zu tun. Viele Betreiber erweitern nämlich nur dort wo es am einfachsten und schnellsten möglich ist die Bandbreite zu vergrößern. Oder man beseitigt mit einer Mindestabdeckung die sogenannten „weißen Flecken“. Aber wie man sieht bleiben Teile Deutschlands auf der Strecke.

 

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