DSL-Vectoring: Telefónica nutzt Telekom-Angebot

Telefónica Germany und die Deutsche Telekom haben nun eine Vereinbarung in Sachen des DSL-Vectoring getroffen. Demnach wird Telefónica die eigene ADSL-Infrastruktur umbauen und stattdessen auf das DSL-Vectoring der Telekom setzen.

Telefonica DSL-Vectoring
Telefonica nutzt DSL-Vectoring der Telekom

Den Angaben der Telefónica zufolge soll der Umbau bereits im Jahr 2014 beginnen. Abgeschlossen sein soll das Vorhaben demnach fünf Jahre später. Die Zusammenarbeit soll sowohl der Bundesnetzagentur als auch dem Bundeskartellamt angezeigt werden, hieß es weiterhin. Bekanntlich wird mit der Vectoring-Technik die maximale Geschwindigkeit beim Download verdoppelt.

Das DSL-Vectoring im Detail

Anstelle der 50 Mbit je Sekunde sind dann maximal bis zu 100 Mbit pro Sekunde möglich. Auf technischer Seite werden dazu elektromagnetische Störungen zwischen den Doppeladern aus Kupfer in den Kabelverzweigern ausgeglichen. Hierbei erfolgen eine Messung der Störsignale sowie ein Kompensieren durch ein pahseninvertiertes Signal. Jedoch muss ein Anbieter alle Leitungen kontrollieren.

Telefónica: Wettbewerbsvorteil durch Nutzung des Telekom Vectorings

Während manch ein Konkurrent der Telekom das DSL-Vectoring kritisiert hat, sieht Telefónica in der Mitnutzung der Infrastruktur der Telekom sogar einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Anbietern, die das Internet per Kabel anbieten. Vorteile bringt dies insbesondere für die Kunden des Unternehmens mit einem bestehenden Festnetzanschluss bei Alice oder O2. Diese können nämlich auf einen schnelleren Anschluss und die Telekom-Infrastruktur wechseln.

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