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DSL-Vectoring: VKU wehrt sich gegen Telekom-Monopol

Rund um die geplante Technologie Vectoring im DSL-Bereich hat sich nun der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) in die Diskussionen eingebracht. Dem Verband zufolge muss die Bundesnetzagentur verhindern, dass die Deutsche Telekom ein Monopol beim Vectoring erhält.

VKU DSL-Vectoring

DSL-Vectoring darf kein Telekom-Monopol werden

Bekanntlich hat der Bonner Konzern einen Antrag gestellt, um das DSL-Vectoring künftig anbieten zu können. Die Telekom will dieses Verfahren künftig bevorzugt zum Einsatz bringen. Hierbei werden die Leistungen bei der Übertragung von DSL-Kupferleitungen gesteigert mit einer neuen Entstörungstechnik. Nicht nur über die Technologie selbst gab es schon Diskussionen, sondern vor allem darüber, dass die Telekom bei der Bundesnetzagentur beantragt hat, das Vectoring alleine nutzen zu wollen.
 

VKU befürchtet Probleme beim Breitbandausbau

Dagegen hat sich nun auch der VKU ausgesprochen.
Bei einer Anhörung der Bundesnetzagentur erklärte der Verband, der über 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in Deutschland vertritt, dass anderen Firmen Geschäftsgrundlagen im Breitbandausbau entzogen werden. Mit der Genehmigung des Vectoring-Monopols für die Telekom wird der weitere Ausbau von Breitbandkapazitäten laut VKU erschwert oder sogar verhindert. Dazu sagte der Hauptgeschäftsführer des VKU, Hans Joachim Reck: „Der Einsatz der Vectoring-Technologie darf nicht allein der Telekom vorbehalten sein und die Regelungen müssen so gestaltet werden, dass der Breitbandausbau ohne Störungen weiter voranschreiten kann.“
 

Firmen fürchten sich vor Marktverdrängung

Insbesondere auf dem Land könnte die Regelung um das DSL-Vectoring nach den Vorstellungen der Telekom zu einer massiven Einschränkung des Spielraumes für Unternehmen beim Ausbau des Breitbandes führen. „Die im Prinzip begrüßenswerte neue Technik Vectoring darf nicht dazu führen, dass der Breitbandausbau der kommunalen Unternehmen behindert wird“, erklärte hierzu Reck. Viele der Firmen hätten demnach die Befürchtung, dass der massive Einsatz von Vectoring dafür sorgt, dass die Unternehmen aus dem Markt gedrängt werden.
 

 

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