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DSL-Vectoring von der Bundesnetzagentur genehmigt

Die Bundesnetzagentur hat nun der Deutschen Telekom grünes Licht für den Ausbau neuer High Speed Datennetze erteilt. Denn trotz der Kritik der Konkurrenten darf der Bonner Konzern sein DSL-Vectoring anbieten.

DSL Vectoring der Telekom

Telekom schafft Teilerfol bei DSL-Vectoring

Die Bundesnetzagentur hat nun aber den garantierten Zugang aller Telekomanbieter zur letzten Meile aufgeweicht. Dem Entwurf der Behörde zufolge muss der einstige Monopolist aus Bonn seinen Mitbewerbern nach wie vor den Zugang zur TAL (Teilnehmeranschlussleitung) nach wie vor grundsätzlich anbieten. Allerdings kann sie ihn unter bestimmten Bedingungen auch verweigern. Dies ist möglich, wenn die Telekom selbst oder aber ein Konkurrent an dieser Stelle das DSL-Vectoring einsetzt. Dies geht aus dem nun bekannt gewordenen Entscheidungsentwurf hervor.

Das DSL-Vectoring im Überblick

Vectoring ist auch als VDSL2 bekannt. Dabei handelt es sich um eine VDSL-Technik, bei denen in Kupferkabeln höhere Übertragungsraten möglich sind als mit dem herkömmlichen VDSL. Theoretisch sind dabei Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s beim Download und bis zu 40 Mbit/s beim Upload möglich. Der Nachteil beim Vectoring ist, dass dieses lediglich nur von einem Anbieter für jeden Kabelverzweiger nutzbar ist. Die Entscheidung der Bundesnetzagentur beruht auf einem Antrag der Deutschen Telekom. Diese will die Zugangsmöglichkeiten zur letzten Meile für die Konkurrenten einschränken, um das DSL-Vectoring selbst betreiben zu können.

Heftige Kritik der Konkurrenten

Die Entscheidung der Bundesnetzagentur stieß auf heftige Kritik des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (Breko). Denn die Konkurrenten der Telekom sehen einen Freibrief für die Telekom für das Breitband Internet. Zudem werde der Bonner Konzern von der bislang geltenden Entbündelungsverpflichtung befreit, so der Vorwurf. Die Konkurrenten sehen dadurch eine massive Erschwerung des eigenen Breitbandausbaus, während die Telekom das Vectoring nun exklusiv an den Standorten einsetzen könne, an denen es der Konzern plane. Dagegen schauten die Konkurrenten in die Röhre, so der Verband weiter. Allerdings ist die Bestätigung bislang lediglich ein Entwurf der Bundesnetzagentur. Bis zum 10. Mai sind hierzu noch Stellungnahmen möglich.

 

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