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Internetzugang für Unternehmen – Diese 5 Tipps sollten Sie beachten

Ein Unternehmen ohne Internet-Zugang ist kaum noch vorstellbar. DSL, Satellit, ISDN, Kabel – die Auswahl ist größer als je zuvor. Welche Zugang der richtige ist, verraten unsere Tipps.

Internet über Glasfaser

Internet für Unternehmen – Ohne geht es nicht mehr

Wer ein neues Unternehmen gründen möchte oder einen neuen Unternehmenssitz sucht, der muss sich über verschiedene Standortfaktoren im klaren sein. Während vor einigen Jahren noch persönliche Preisverhandlungen und Absprachen direkt im Unternehmen geführt wurden. Kann man heute einen deutlichen Trend und eine zusätzliche Beanspruchung des Kommunikationsnetzes erkennen.

Was wohl dazu geführt hat, dass eine gute Breitbandverbindung mit über einen guten oder weniger geeigneten Firmenstandort entscheidet. Deshalb sollten Sie sich vorher informieren was für eine Breitband-Verbindung vorhanden ist. Die folgenden Tipps sollen Ihnen die einzelnen Technologien erläutern.

 

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1.Tipp – Internet über ISDN

Einer der wohl bekanntesten Anschlüsse in den 90iger, war der sogenannte ISDN-Anschluss. Viele Unternehmer entschieden sich für diese Technologie. Weil diese im Gegensatz zu einem analogen Telefonanschluss mit Modem eine höhere Bandbreite zur Verfügung stellen konnte. Jedoch kann man aus heutiger Sicht, davon ausgehen das eine Verbindung via ISDN selbst mit Kanalbündelung nur 128 kBit/s leistet. Daher ist solch eine Breitbandverbindung nur noch etwas für kleine Firmen wie zum Beispiel den Lotto-Kiosk an der Ecke. Der diese Leitung lediglich nutzt um die elektronischen Tippscheine einzureichen.

Bandbreite: maximal bis 128 kBit/s

Besonderheiten: geringe Hardwarekosten, wenig Tarifauswahl

Geeignet für: Kartenzahlung (EC-Terminal), Lottoschein-Übermittlung

2.Tipp – Internet über DSL

Die Weiterentwicklung und die Erhöhung des Frequenzbandes brachte die DSL-Technologie (Was ist DSL?) an den Start. Verfügt ihr Standort über eine DSL-Anbindung, spricht man heute schon von einem Standard der einem Unternehmen zur Verfügung stehen sollte. Hier können aber je nach Lage und Entfernung zur Vermittlungsstelle unterschiedliche Bandbreiten anliegen (siehe Warum kein schnelles Internet). So kommt es bei mittlere Unternehmen häufig zu einer Überlastung des Mailverkehrs wenn an Ihrem Standort nur 6 MBit/s zur Verfügung stehen. Besser ist eine Bandbreite von bis zu 16 MBit/s die jedoch je nach Größe und Anforderung schnell an ihre Grenzen stößt.

Bandbreite: bis 25 MBit/s

Besonderheiten: gute Flächendeckung, geringe Hardwarekosten

Geeignet für: Kleine Unternehmen z.B. E-Mail- und Datenverkehr (Updates, Cloud-Backup).

Hinweis: VDSL kann auch Bandbreiten bis zu 50 MBit pro Sekunde erreichen, allerdings ist das letzte Stück von der Vermittlungsstelle bis zum Unternehmen nur eine normale Kupferleitung.

3.Tipp – Internet über Glasfaser

Eine weitere Technologie ist die Glasfasertechnik, hierbei werden die Daten per Lichtgeschwindigkeit an die Vermittlungsstellen weitergeleitet. Bei Unternehmen hat der Glasfaser-Zugang (z. Bsp. Internet über Glasfaser von Unitymedia) in den letzten Jahren immer mehr Anklang gefunden. Denn hier gehen Glasfaserleitungen nicht nur zur Vermittlungsstelle sondern auch bis zum Unternehmensanschluss (Fibre to the Basement). Aus diesem Grund wird auch von einen Direktanschluss gesprochen, den Sie sich anders als bei den voran gegangenen Technologien nicht teilen müssen. Außerdem steckt sehr viel Potenzial für mittlere bis große Unternehmen in dieser Breitbandverbindung. Denn selbst wenn Ihre Unternehmen einmal expandiert, kommt die Breitbandverbindung noch nicht an ihre Grenzen. Profitieren Sie von einer schnellen Übertragung gerade bei großen Datenmengen.

Bandbreite: bis zu 10 GBit/s

Besonderheiten: hohe Bandbreiten, Direkt-Leitung

Geeignet für: mittlere und große Unternehmen (eigene Mail- und Daten-Server)

Hinweis: Prüfen Sie an einem neuen Unternehmensstandort die baulichen Gegebenheiten, ob ein Direkt-Anschluss möglich ist.

4.Tipp – Internet über Kabelanschluss

Neben dem Glasfaseranschluss konnte sich auch der Kabelanschluss behaupten. Dieser wird über das Antennen- / Koaxialkabel des Kabelfernsehnetzes realisiert. Dadurch erfreuen sich Unternehmen in Stadtzentren an einem vorhandenen Kabelfernsehnetz. Jedoch befinden sich mittlere bis große Unternehmen häufig in Gewerbe- und Industriegebieten, so dass hier nicht von einer ausreichenden Flächendeckung ausgegangen werden kann.

Bandbreite: bis zu 160 MBit/s

Besonderheiten: Kabel-Modem notwendig

Geeignet für: mittlere und große Unternehmen (Mail- und Daten-Server)

5.Tipp – Internet über Satellit

Eine sehr flexible und Standort ungebundene Lösung ist die Internetverbindung via Satellit. Allerdings ist diese Verbindung nur als eine Art: „Notlösung“ zu sehen, da durch die hohe Latenzzeit und geringe Bandbreite keine Echtzeitanwendungen möglich sind. Auch die Bandbreiten mit bis zu 20 MBit pro Sekunde sind nur bei optimalen Bedingungen zu erreichen. Was wiederum bedeutet das diese Verbindung auch noch abhängig vom jeweiligen Wetter ist. Was zudem eine deutliche Einschränkung im Unternehmensablauf darstellen kann. Sollte es aber keine andere Möglichkeit an Ihrem gewählten Standort geben, müssen Sie auf eine Internetverbindung via Satellit zurückgreifen.

Bandbreite: bis zu 20 MBit/s

Besonderheiten: Standort ungebunden, Wetterabhängig, geringe Bandbreite

Geeignet für: kleine bis mittlere Unternehmen (Internetnutzung, wenig Mail- und Datenverkehr)

Wie Sie anhand der 5 verschiedenen Tipps sehen können haben die verschiedenen Technologien Vor- und Nachteile. Deshalb sollten Sie bei der Standortwahl Ihre Anforderungen an das Kommunikationsnetz genau bestimmen. Erkundigen Sie sich bei der Bundesnetzagentur ob ein Ausbau von Firmennetzen geplant ist. Des weiteren halten Sie die Anschaffungskosten für die neue Hardware im Blick, denn das kann gerade bei großen Unternehmen sehr hohe Kosten verursachen.

 

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