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Kabel Deutschland: ZDF sieht Klage gelassen entgegen

Das ZDF sieht der angekündigten Klage von Kabel Deutschland gelassen entgegen. Die mögliche gerichtliche Auseinandersetzung mit dem größten deutschen Kabelnetzbetreiber um die gekündigten Einspeiseverträge ruft nach den Worten des ZDF-Sprechers Alexander Stock Gelassenheit entgegen. Dies erklärte er Digitalfernsehen.de.
 

Kabel Deutschland klagt ARD und ZDF an

Kabel Deutschland klagt ARD und ZDF an

Öffentlich-Rechtliche Sender halten an Position fest

Auch ungeachtet der möglichen Klage von Kabel Deutschland halten die öffentlich-rechtlichen Sender an ihrer Position fest. „Es ist nicht länger vertretbar, dass Unternehmen, die mit der Verbreitung der Programminhalte des ZDF ein gutes Geschäft machen, zusätzliche Einnahmen aus den Rundfunkgebühren erzielen“, erklärte Stock. Diese Position sei gut begründet. Stock zeigte sich überzeugt davon, dass Kabel Deutschland tatsächlich vor Gericht ziehen wird.
 

ZDF bevorzugt Gespräche zur Findung einer Lösung

Das ZDF wiederum würde hingegen Gespräche zur Lösungsfindung bevorzugen. Allerdings sei das Resultat entscheidend. Wenn es tatsächlich zu einem Prozess kommen sollte, erfolge aber keine Änderung der ZDF-Position, erklärte Stock. Demnach werden ab dem Jahr 2013 definitiv keine Einspeise-Entgelte mehr bezahlt. Dem steht die Ansicht von Kabel Deutschland entgegen. Der Chef des größten deutschen Kabelnetzbetreibers sieht ARD und ZDF weiterhin in der Pflicht, für die Verbreitung deren Programme im Kabelnetz zu bezahlen. Hier greift nach den Worten von Adrian von Hammerstein die must carry Regelungmust carry RegelungDarunter versteht man die gesetzliche Regelung welche Fernsehsender verbreitet werden müssen. Nach dem § 52 b RStV. hat ein Kabelnetzbetreiber derzeit alle digitalen Hörfunk- und Fernsehprogramme von ARD und ZDF (inkl. ARTE und Deutschlandradio) einzuspeisen.
 

Drohender Verbreitungsstopp beunruhigt ZDF nicht

Wenig Unruhe bereitet dem ZDF den Aussagen seines Sprechers zufolge die Drohung von Kabel Deutschland, dass beim Ausbleiben einer Einigung die digitalen Spartenkanäle von ARD und ZDF ab 2013 nicht mehr im Kabelnetz zu sehen sind. „Die KDG weiß genau, dass sie rundfunkrechtlich verpflichtet ist, die Programme des ZDF, einschließlich der Partner- und der Digitalkanäle zu verbreiten“, erklärte Stock und verwies dabei auf die Verträge zwischen Kabel Deutschland und seinen Kunden.
 

Meine Meinung

Kunden von Kabel Deutschland sollten sich durch die News nicht beunruhigen lassen. Laut des Rundfunkstaatsvertrag ist Kabel Deutschland dazu verpflichtet die Sender einzuspeisen. Wer sich trotzdem unsicher ist kann ja auch in den aktuellen AGB´s von Kabel Deutschland nachschauen.

Hier zu den aktuellen AGB´s von Kabel Deutschland

 

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