Kartellstreit: Kabel Deutschland legt neues Angebot vor

Der größte deutsche Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland will im Kartellstreit um die Übernahme des Konkurrenten Tele Columbus einlenken. Demnach soll die Kartellwächter mit dem Teilverkauf des Rivalen überzeugt werden.

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Kartellstreit um Tele Columbus

Wie nun bekannt geworden ist, hat Kabel Deutschland dem Kartellamt ein entsprechendes Angebot unterbreitet. So soll ein Teil der Netze des zu übernehmenden Konkurrenten in Berlin, Cottbus und Dresden verkauft werden. Dies würde den Angaben von Kabel Deutschland zufolge rund 330.000 der 1,6 Millionen Kunden von Tele Columbus betreffen. Bis 15. Februar soll demnach eine Antwort des Bundeskartellamtes vorliegen, nachdem zuvor Konkurrenten wie Unitymedia Kabel BW oder die Deutsche Telekom gehört werden.
 

Kartellamt meldete Bedenken im Dezember 2012 an

Anfang Dezember gab es vonseiten der Kartellwächter wettbewerbliche Bedenken beim Kauf von Tele Columbus durch den größten deutschen Kabelnetzbetreiber. Denn dieser Erwerb sorgt nach Einschätzung des Kartellamtes dafür, dass die gemeinsame Marktbeherrschung verstärkt wird. Ursprünglich war der Kauf im Mai des vorigen Jahres angekündigt worden. Demnach will der Marktführer aus München für rund 600 Millionen Euro den kleineren Konkurrenten übernehmen, der vor allem in Ostdeutschland, aber auch in Nordrhein-Westfalen und Hessen aktiv ist.
 

Keine Konkurrenz zwischen Kabel Deutschland und Unitymedia Kabel BW

Kabel Deutschland selbst hingegen ist in 13 Bundesländern mit den Triple Angeboten aus Internet, Telefonie und Fernsehen tätig. Zudem folgt dahinter Unitymedia Kabel BW, wobei der Konkurrent in Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen tätig ist. In ihren Gebieten verfügen die beiden Firmen über Gebietsmonopole, untereinander gibt es keine Konkurrenz zwischen den beiden.
 

Mein Fazit:

Da das Bundeskartellamt nicht einfach so der Übernahme durch Kabel Deutschland zustimmen kann. Wird sich wohl der Kauf noch weiter in die Länge ziehen. Dennoch arbeitet man sich stückweise voran. Wie wohl auch aus dem aktuelle Angebot hervor geht.
 

[sm/]

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