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LTE: Mindestens 526 Millionen Euro für Frequenz-Versteigerung

Auch in Österreich deutet sich der Start des LTE-Ausbaus an. Der Telekomregulator in der Alpenrepublik hat nun die Auktionsbedingungen veröffentlicht.

LTE Auktion Österreich

Österreich rechnet mit mindestens 526 Millionen Euro

Den veröffentlichten Auktionsbedingungen zufolge wird mit einem Gesamtbetrag von mindestens 526 Millionen Euro für die Frequenzen gerechnet. Die Auktion soll den Ausschreibungsbedingungen zufolge im September dieses Jahres erfolgen. Die drei Betreiber A1, Hutchison 3G (3) und T-Mobile erhoffen dadurch, endlich mit LTE im kompletten deutschen Nachbarland beginnen zu können. Bislang ist dies in Österreich nur in einem Teilbereich möglich, das ausschließlich in einer dicht besiedelten Region zu gebrauchen ist. Nun aber sind die Bedingungen bekannt und die Betreiber haben ein halbes Jahr Zeit, sich auf die komplizierte Auktion zu präparieren.

Versteigert werden 800er, 900er und 1.800er Frequenzen

Vergeben werden dabei in Österreich die 800, 900 und 1.800 MHz-Frequenz zur Nutzung mit LTE. Dabei kommen 28 Frequenzblöcke mit je 2×5 MHz zur Versteigerung. Endkunden in der Alpenrepublik dürfen sich aller Voraussicht nach frühestens ab 2014 auf LTE freuen. Denn nach dem Zuschlag für die Netze müssen die Betreiber diese zunächst fit für den vierten Mobilfunkstandard machen. Dann sollen auch hier bis zu 100 MBit in der Sekunde angeboten werden, können dann auch in Österreich Datenpakete kostengünstiger und effizienter transportiert werden. Die Verzögerung des Starts der vierten Mobilfunkgeneration in Österreich lag unter anderem an der langen Dauer des Übernahmeprozesses von Orange durch 3. War das kleine deutsche Nachbarland beispielsweise bei UMTS noch einer der Vorreiter, so sind die Österreicher bei LTE ins Hintertreffen geraten.

Vierter Newcomer mit im Boot?

Neben den drei Anbietern 3, T-Mobile und A1 könnte möglicherweise auch ein weiterer Anbieter mit ins Geschehen eingreifen. Für einen solchen Neueinsteiger sind automatisch bereits zwei Frequenzpakete im 800 MHz Bereich reserviert worden. Pro Spektrum müssen übrigens mindestens 45,6 Millionen Euro geboten werden. Ein Newcomer könnte den vorliegenden Bedingungen zufolge auch Standorte übernehmen, Spektrum im Bereich von 2,6 GHz kaufen und zudem das National Roaming nutzen.

 

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