LTE-Netz: Hacker könnten komplette Städte lahmlegen

Eine Forschergruppe aus den USA hat nun darauf aufmerksam gemacht, dass es für Hacker ein geringer Aufwand ist, das LTE-Netz kompletter Städte lahmzulegen. Dies könnte demnach zumindest teilweise geschehen.

LTE Netz Hackerangriff
Hacker könnten LTE-Netz abschalten

Auch wenn LTE eine wesentlich schnellere Surfgeschwindigkeit mit sich bringt, so scheint die vierte Mobilfunkgeneration auch deutlich störanfälliger zu sein. Dies zumindest ist das Ergebnis der Forschergruppe von der Universität Virginia Tech. Den Forschern aus dem Osten der Vereinigten Staaten zufolge benötigen die Hacker gerade einmal 650 US-Dollar, um sich die entsprechende Ausrüstung zuzulegen. Mit dieser lasse sich das LTE-Netz ganzer Städte dann ganz einfach stilllegen.
 

Mobiler Störsender wird über Batterie betrieben

Wie der Direktor der Forschergruppe, Jeff Reed, erklärte, handelt es sich dabei um einen Störsender, der selbst in eine kleine Tasche passe. Das Gerät könne mobil genutzt werden, da es sich mit Batterien betreiben lasse, hieß es weiter. Das LTE-Signal kann damit demnach meilenweit deaktiviert werden. Mit lediglich ein paar US-Dollar mehr Einsatz ließe sich sogar das Störsignal verstärken, um noch größere Regionen vom LTE-Netz zu nehmen. Die 2G- und 3G-Netze würden dadurch nicht beeinflusst, allerdings spielen diese in der Zukunft eine immer geringere Rolle.
 

LTE soll besonders anfällig sein

Nach Angaben der Forscher kann demnach jede Art der drahtlosen Übertragung gestört werden. Jedoch soll gerade Long Term Evolution ganz besonders anfällig sein. Dies liegt demnach daran, dass das Signal von LTE auf Kontrollanweisungen angewiesen ist. Diese machen demnach weniger als ein Prozent des vollständigen Signals aus. Ein Part dieser Instruktionen enthält den Informationen zufolge die Frequenz- und Zeit-Synchronisation. Wenn diese gestört werden, erfolgt erst gar keine Datenübertragung. Darüber hinaus gibt es noch sieben weitere dieser Schwachstellen.
 

[sm/]

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