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LTE-Studie: Basisstationen brauchen zuviel Strom

Einer aktuellen australischen Studie zufolge wird der vierte Mobilfunkstandard LTE für einen deutlichen erhöhten Energiebedarf sorgen. Sowohl Telekommunikationsfirmen als auch Cloud-Dienstleister müssten daher den Stromverbrauch deutlich senken, so die Forscher der Universität Melbourne.

LTE-Basisstationen hoher Stromverbrauch

LTE-Basisstationen sind Stromfresser

Den Angaben der australischen Forscher zufolge schlucken die LTE-Basisstationen sowie die dazugehörigen Netzwerke bereits zum jetzigen Zeitpunkt ein Vielfaches der Energie, die für den Betrieb der Cloud-Rechenzentren eigentlich notwendig ist. Dies erklärte Dr. Kerry Hinton in der entsprechenden Studie. Der Forscher geht davon aus, dass insbesondere die LTE-Netze für einen enormen Anstieg des Energiebedarfes sorgen werden. Zudem sollen auch WLAN in Form der privaten Vernetzung und der öffentlichen Hotspots mit daran schuld sein.

Unterschiedliche Einschätzungen zum Strombedarf

Zwei aktuelle Schätzmodelle zeigen für die weltweite Nutzung der Cloud-Speicher einen Bedarf zwischen 32 und 43 Terawattstunden in zwei Jahren auf. Nach der Einschätzung des Centre for Energy Efficient Telecommunications (CEET) wird die benötigte Energiemenge bis zum Jahr 2020 deutlich höher liegen als eine zuvor veröffentlichte Einschätzung der Analysten von Gartner. Diese ging nämlich davon aus, dass IT-Systeme gut zwei Prozent des gesamten Energiebedarfs im Jahr umsetzen. Dagegen geht das CEET nun davon aus, dass bis zum Jahr 2020 rund zehn Prozent der Energiemenge notwendig werden könnten.

Forscher sieht falschen Diskussionsansatz

Der Einschätzung des CEET zufolge entfallen lediglich neun Prozent der benötigen Energiemenge auf die Rechenzentren, deren Energieeffizienz unlängst in der Diskussion war. Aus diesem Grunde sieht Dr. Hinton laut der Studie auch die Gefahr, dass die gegenwärtige Diskussion in Sachen Strombedarf der Cloud-Speicher am grundsätzlichen Problem vorbeiziele. So müssten vor allem die drahtlosen Netzwerke effizienter werden, so die Einschätzung. Ansonsten könnte der enorme Bedarf an Energie das Wachstum hemmen.

 

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