Neuer Rekord bei Glasfaser: 73,7 Terabit pro Sekunde

Mit den aktuell vorliegenden bereits schnellen Geschwindigkeiten hat das High Speed Internet natürlich noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. In Großbritannien wurden beim Glasfaser nun neue Rekordwerte erreicht, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen.

Neuer Rekord mit Glasfaser-Leitung aufgestellt
Neuer Rekord mit Glasfaser-Leitung aufgestellt

Das herkömmliche Glasfaser nämlich bremst das Licht um ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit. Somit sind aktuell theoretisch Werte von bis zu
40 Gigabit in der Sekunde bei der Internet-Geschwindigkeit möglich – wenngleich diese Werte in der gängigen Praxis natürlich noch unrealistisch sind. Doch Forschern im englischen Southampton ist es nun gelungen, das bereits vorhandene neue Glasfaser für das Internet zu nutzen. Diese Glasfasern bremsen das Licht nämlich praktisch überhaupt nicht. Die ersten Tests an der Universität im Süden Englands brachten so nun 73,7 Terabit pro Sekunde bei der Datenübertragung zum Vorschein. Dies ist ein Wert, der in etwa 1.000 Mal schneller ist als die bisherige theoretische Rekordmarke.

Übertragung des Lichtsignals erfolgt über leeren Kanal

Die Forscher in Southampton schafften dies dadurch, dass sie nie durch die Glasfaser selbst für eine Übertragung des Lichtsignals sorgten. Stattdessen erfolgte dies über einen leeren Kanal, der sich im Faserkern befindet. Denn Licht selbst kann sich schneller bewegen, wenn der Widerstand auf seiner Bahn geringer ist. Dies wiederum ist in der Abhängigkeit zur Dichte des Materials gegeben, durch das der Transport erfolgt. Somit ist durch die neuen Glasfasern die Möglichkeit vorhanden, das Licht darin auf 99,7 Prozent seiner maximalen Geschwindigkeit zu bringen, die möglich ist. Diese maximale Geschwindigkeit liegt bei 300.000 Kilometer in der Sekunde.

Einsatz für den Endkunden in der Praxis noch nicht möglich

Auch wenn damit nun in der Theorie hervorragende Werte erzielt worden ist, lässt der Praxis-Einsatz noch lange auf sich warten. Denn noch ist ein Ersatz für das herkömmliche Glasfaserkabel nicht möglich. Hierzu müssen Material und Messwerte, so wie vor allem die Herstellungskosten noch verbessert werden. Immerhin ist es aber denkbar, dass es als Ersatz auf kürzeren Verbindungswegen schon zum Einsatz kommen kann, wie zum Beispiel in Rechenzentren.

Mein Fazit:

Sind diese Geschwindigkeiten wirklich in der Zukunft möglich? Oder handelt es sich um rein theoretische Werte die in dieser Form nie zum Einsatz kommen. Schauen Sie sich doch einfach mal das derzeitige DSL-Netz an. Während vielerorts eine Standard-Banbreite von 16 Mbit/s möglich ist, fiebern die Bewohner der ländlichen Gegenden dem LTE-Ausbau entgegen um auch endlich eine Breitband-Verbindung nutzen zu können. Für Regionen die bisher kein oder nur geringes DSL anbieten können, bleibt zu hoffen das die Breitband-Offensive der Bundesregierung noch mehr Wirkung zeigt.

[sm/]

1 Kommentar

  1. Die Erklärung wodurch die Forscher die hohe Übertragungsgeschwindigkeit erzielt haben ist grundsätzlich falsch. Der Autor dieses Artikels bringt offensichtlich Ausbreitungsgeschwindigkeit und Übertragungsgeschwindigkeit völlig durcheinander. Der Autor hat wenig Ahnung! Mich wundert es, dass Sie so einen Unsinn veröffentlichen.

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