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WLAN-Repeater: Nutzen, Funktion und technischer Hintergrund

Ausreichend WLAN Empfang im ganzen Haus ist heutzutage mittels Repeater ganz leicht möglich. Doch wie funktioniert der Verstärker eigentlich?

WLAN Repeater Nutzen

Überall WLAN dank Repeater

WLAN- oder WiFi-Repeater verstärken die Signale von Routern in Privat- oder Geschäftsräumen. Dabei ist vielen Menschen nicht bewusst, wie die Wiederholer technisch funktionieren und welche Möglichkeiten sie bieten. Gelingt die Signalverstärkung, können User mit mobilen Endgeräten und stationären Devices gleichermaßen und je nach Bedarf davon profitieren.

Technische Funktionsweise

Ein Repeater sorgt dafür, dass gewünschte Bereiche eines Gebäudes besseren WLAN-Empfang erhalten. Dies ist wichtig, wenn das kabellose Internet sich über Etagen und mehrere Räume erstrecken soll. In der Regel empfängt der Wiederholer das Signal eines Routers, bereitet es auf und sendet es an eines der eingangs genannten Endgeräte, welche mit dem Fachbegriff Clients genannt werden, weiter.

  1. Clients können mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablet-Pcs, ebenso aber Laptops oder Desktop-Pcs sein. Beim Internet zeigen sich Übertragungsschwierigkeiten im langsamen Aufbau von Seiten oder dem Abbruch des Suchvorgangs. Handelsübliche Wiederholer, insbesondere für den privaten Gebrauch, beeinflussen das Signal in keiner Weise. Komplexere Repeater können den Signalen beispielsweise Kennungen hinzufügen.
  2. Durch die Technologie des Roamings ist es dem User mit seinem Client möglich, zwischen den Signalbereichen zu wechseln. Dabei muss keine erneute Anmeldung durchgeführt werden. Im kompletten Versorgungsgebiet des Funknetzes ist dies in der Regel ohne Beeinträchtigung des Datenverkehrs möglich.
  3. Handelsübliche Wiederholer halbieren die Datenübertragung. Dies kommt daher, dass das Gerät gleichzeitig mit dem Endgerät und dem Wireless Access Point in Verbindung steht. Sofern man nur im Internet surft, ist dies meist kein großes Problem. Bei der Übertragung von Datenpaketen kann dies allerdings länger dauern.

Umgehung der halbierten Datenübertragungsrate

Technisch ist es möglich, die Halbierung der Datenübertragungsrate zu umgehen. Allerdings kann dies bei handelsüblichen Wiederholern häufig nicht durchgeführt werden. Die Kommunikation zwischen Client und Repeater und die zwischen Repeater und Router, müssen dabei auf unterschiedlichen Frequenzen durchgeführt werden, sofern dies eben möglich ist.

Konkret müssen nach IEEE 802.11ac sowohl der Wiederholer, als auch der Accesspoint, jeweils im 2,4-GHz- und im 5-GHz-Bereich operieren. Der Repeater kann beide Bereiche nutzen. Access Point und Wiederholer kommunizieren auf 5-GHz-Basis, Endgerät und Wiederholer arbeiten im 2,4-GHz-Bereich.

➡ Antennen als Alternative

Antennen sind in der Regel eine mindestens ebenso gute Methode, um die Reichweite zu erhöhen. Bei einer Wellenlänge von 2,4 GHz sollte eine Antenne niemals unter 6 Zentimetern und am besten um die 12 Zentimeter messen, da sie sonst keinen guten Wirkungsgrad innehat. Auch der Standort ist wichtig bei einer Antenne. Steckkarten im Rechner sind beispielsweise nicht gut zur Übertragung.

Konkrete Hinweise für den Erwerb

Heutzutage sind moderne Router häufig schon mit Antennen oder Repeater-Funktionen versehen. Nutzer sollten sich bei Wiederholern auf renommierte Marken wie Netgear, ASUS, TP-Link oder AVM Fritz! verlassen. Diese können Interessierte mittlerweile bei großen Versandhäusern wie Amazon finden. Eine bessere technische Beratung haben jedoch Elektronik-Webshops wie beispielsweise Arlt.com, die auch ein Sortiment von Marken-Routern und –Repeatern anbieten.

In der Regel liegt der Preis für Repeater (nicht für Router) bei 20 bis 80 Euro. Die Leistung der Datenübertragung ist sehr unterschiedlich, liegt aber meist zwischen 300 bis 500 Mb pro Sekunde, oft ausgedrückt mit der Abkürzung Mbps. Die Leistung ist nur mit schnellem Internet nachprüfbar und sollte mit Vorsicht genossen werden.

➡ Steckdose genügt

Wifi Repeater in SteckdoseEinen Repeater muss man lediglich an das Stromnetz anschließen. WLAN-Standards werden von der IEEE festgelegt. Auch bei Produktbeschreibungen ist der entsprechende Standard 802.11 mit seinen Zusätzen häufig erwähnt. Dabei beschreiben die Zusätze den Netzwerkzugriff. Oftmals haben Repeater den Zusatz 802.11b/g/n als Beschreibung.

Der g-Standard beinhaltet ein Frequenzband von um die 2,4 GHz und verschiedene Datenraten bis etwa 22 Mbit/Sekunde. Ihn verdrängt heutzutage mehr und mehr der n-Standard, welcher 2009 ratifiziert wurde. Er umfasst neben den 2,4-GHz- die 5-GHz-Bandbreite als Erweiterung. Auch seine Datenrate ist wesentlich höher, sodass Neugeräte mit diesem Standard herausgegeben werden. Der 802.11b-Standard kann als veraltet eingestuft werden, die Bezeichnung b/g/n bedeutet lediglich, dass die neueren Standards die alten unterstützen.

 

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