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Petition gegen DSL-Drosselung findet guten Anklang

Kaum sind die Pläne der Deutschen Telekom publik geworden, dass eine DSL-Drosselung eingeführt wird, schon kam es bekanntlich zu massiven Protesten. Dabei gibt es sogar eine Petition, die immer mehr Unterstützung findet.

Niek van Damme,  Drosselung Unterschriften Petition

Malte Götz übergibt Unterschriften gegen DSL-Drosselung

Die Petition des Initiators Malte Götz wendet sich dabei gegen den Boykottaufruf von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Natürlich hat diese Petition für die Deutsche Telekom keine bindende Wirkung, vielmehr setzen Macher und Unterzeichner darauf, dass die Telekom bei einer breiten Unterstützung selbst entschließt, die Pläne zurückzunehmen. Am Freitagmorgen hatten sich immerhin schon mehr als 160.000 Menschen der Petition gegen die DSL-Drosselung angeschlossen – wenngleich dies den Bonner Konzern bislang nicht beeindruckt.

Kündigungswelle nicht das geeignete Mittel laut Götz

Dagegen findet der Initiator Malte Götz ganz im Gegensatz zur EU-Wettbewerbskommissarin eine Kündigungswelle nicht als das richtige Instrument. Dazu erklärte er: “Ein Boykott ist nicht die Lösung. Viele Menschen, gerade auf dem Land, haben gar keine große Auswahl zwischen Internetprovidern.“ Vielmehr gehe es um die Verletzung der Netzneutralität. Dabei müsse einerseits die Telekom umdenken, zum anderen sei aber auch die Politik gefragt, die eine Lösung für das Problem finden müsse.

Trotz zahlreicher Unterzeichner droht auch Bestandskunden die Drosselung

Die Petition hat eine Zielstellung von 200.000 Unterstützern, die sicherlich demnächst erreicht werden dürfte. Mit dieser Anzahl an Unterzeichnern erhofft sich der Macher, dass die Deutsche Telekom zum Umdenken bewegt werden kann. Da die Telekom aber inzwischen bereits erklärt hat, dass nicht nur Neukunden mit der DSL-Drosselung leben müssen, sondern auch Bestandskunden in den kommenden fünf Jahren davon betroffen sein werden, scheint es schwierig zu sein, die Deutsche Telekom zu Überzeugen. Die Petition ist hier zu finden.

Mein Fazit:

Aus meiner Sicht ist die Petition nur ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein. Die Telekom wird es wie in den Jahren zuvor machen – einfach abwarten und den Frust der Kunden aus sitzen. Auch wenn es laut Aussagen der Telekom nicht zu einer Kündigungswelle kam, werden sicher ein Teil der Bestandskunden die Verträge kündigen. Neukunden sind bereits vorgewarnt und sehen sich sicher gleich nach Anbietern ohne Datenvolumen um.

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