Regierung will Ausbau des Breitband-Internets schneller voranbringen

Der Ausbau des Breitband-Internets soll in Deutschland nach dem Willen der Regierungskoalition schneller vorangebracht werden. Dabei soll es keine Rücksicht auf die Deutsche Telekom geben.
 

Regierung DSL-Ausbau
Regierung fordert die Deutsche Telekom

Der Beschluss und die Ziele der Regierungsparteien

Dies wurde nun aus einem Beschluss der Koalition bekannt. Die Wirtschaftswoche zitierte nämlich entsprechend aus dem Abschlussbericht der Arbeitsgemeinschaft „Ländliche Räume“, der noch nicht offiziell vorgestellt wurde. Hierbei kümmern sich die Regierungsparteien um die Umsetzung des DSL-Ausbauplans in Deutschland. Dieser sieht vor, dass schon in zwei Jahren 75 Prozent aller Haushalte eine optimale Internetanbindung vorfinden, 2018 sollen es 100 Prozent sein.
 

Millionenverluste bei der Deutschen Telekom einkalkuliert

Allerdings läuft der Breitband-Internet-Ausbau hierzulande schleppender als gewünscht. Aus diesem Grunde greifen CDU, CSU und FDP demnach nun zu harten Schritten – auf Kosten der Telekom. Denn sämtliche Kommunikationsanbieter sollen in der Zukunft wesentlich geringere Mieten für das Nutzen des Telekom-Netzes bezahlen. Darüber hinaus muss ihnen Zugang zu sämtlichen Kabelverzweigern und Schaltverteilern gewährt werden. Dies könnte ersten Einschätzungen zufolge zu Verlusten in dreistelliger Millionenhöhe bei der Telekom führen.
 

Regierung: Keine Politik für einzelne Unternehmen

Erstmals würde sich die Regierung damit in die Geschäfte der Telekom einmischen und dem einstigen Monopolisten sogar schaden. Denn die Telekom wäre dem Beschluss zufolge dazu gezwungen, die eigenen Netze zu einem niedrigeren Preis an die Konkurrenz zu vermieten. Die Regierung argumentiert hierbei, dass keine Politik für einzelne Unternehmen wie die Telekom gemacht werde, sondern dass etwas getan werden müsse, um die Ziele in Sachen Breitband-Ausbau zu erreichen.

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