Samsung richtet Blick auf 5G: 1 GBit/s zwei Kilometer weit übertragen

Derzeit läuft der Auf- und Ausbau von LTE in vollen Zügen. Allerdings wird hinter den Kulissen bereits heftig am darauffolgenden Standard 5G gewerkelt, wobei Samsung nun einen ersten Erfolg vermelden kann.

5G nächster Mobilfunk-Standard
Entwicklung für fünfte Generation läuft bereits

Schon vor gut einem Jahr hatten wir berichtet, dass beispielsweise an der TU Dresden schon am Nachfolger von LTE zusammen mit Vodafone geforscht wird. Nun meldet sich auch Samsung in Sachen 5G zu Wort. Nach Angaben des südkoreanischen Konzerns gibt es nun nämlich den weltweit ersten adaptiven Array-Transceiver im Ka-Band-Frequenzbereich von 28 GHz für den Millimeterwellenbereich.

Hundertfache LTE-Geschwindigkeit als Ziel

Den Angaben von Samsung zufolge ist es damit zum ersten Mal gelungen, den Millimeterwellenbereich trotz der ungünstigen Voraussetzungen für Transfers zu nutzen, die weite Distanzen benötigten. Demnach werden hierbei für jeden Array-Transceiver je 64 Antennen-Elemente genutzt. Mit diesen erfolgt eine Kompensation der Ausbreitungsdämpfe im Millimeterwellenbereich, die für die Übertragung problematisch sind. In den ersten Versuchen gelang es dabei, eine Distanz von bis zu zwei Kilometern zu überbrücken, wie Samsung weiterhin erklärte. Hierbei wurden demnach stabile Übertragungsgeschwindigkeiten von maximal 1 GBit je Sekunde erzielt. Das finale Ziel allerdings lautet ganz anders. Hier soll nämlich die hundertfache Geschwindigkeit von LTE erreicht werden.

EU-Kommission unterstützt 5G-Forschung mit 50 Millionen Euro

Allerdings befindet sich das ganze Vorhaben derzeit noch im Versuchsstadium. Laut Samsung kann mit einem kommerziellen Nutzen der fünften Mobilfunkgeneration vor dem Jahr 2020 nicht gerechnet werden. Bis dahin dürfen sich die Forscher und Entwickler wohl auch noch über eine Förderung der EU-Kommission freuen. Denn aus Brüssel sollen dafür 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.

Meine Meinung:

Forschung und Weiterentwicklung muss sein, gerade wenn wir uns vor Augen halten das die zu übertragenden Datenmengen immer größer werden. Doch dabei solltet ihr eines nicht vergessen mit der vierten Generation stehen die Mobilfunkanbieter aber auch die Hardware-Hersteller am Anfang. Die LTE-Netze lassen noch zu wünschen übrig und bei den Smartphones gibt es Probleme bei der Gesprächsübergabe wie jüngst berichtet mit dem Samsung Galaxy S4 im Vodafone-Netz. Jetzt schon Spekulationen anzustellen welche Bandbreite nachher beim Endverbraucher ankommt, halte ich ganz einfach verfrüht.

[sm/]

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