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Telekom: Datenvolumen entfacht heftige Diskussion

Nur noch begrenztes Internet und das bei der Telekom? Die Einführung von Datenvolumen bei DSL-Verträgen, entfacht zu gleich heftige Diskussionen bei Kunden und anderen Anbietern.

Telekom Datenvolumen entfacht Diskussion

DSL-Datenvolumen erregt die Gemüter

Harte Kritik wird an dem Unternehmen geübt, das in Zukunft Internetverträge anbieten möchte, bei denen eine Volumenbegrenzung mit inbegriffen ist. Das bedeutet für deren Kunden, dass beispielsweise bei einer 16-Megabit-Leitung, ab dem Zeitpunkt, ab dem 75 Gigabyte verbraucht sind, die Internetverbindung gedrosselt wird. Trotz der von der Telekom bisher versprochenen Netzneutralität, die den Kunden zusichern sollte, dass alle Datenpakete gleich sind, wird dies in Zukunft wohl nicht mehr der Fall sein. Als Grund dafür werden die höheren Kosten genannt. Nicht verwunderlich, dass dem Unternehmen als Reaktion darauf eine Welle der Kritik entgegenschlägt.

Was das für Internetnutzer bedeutet

Internetnutzer sollten nun ihren Verbrauch abschätzen. Haushalte, die ohnehin nur selten im Internet sind, werden von diesen Änderungen beinahe nichts mitbekommen. Für andere, die jedoch viele Stunden am Tag online sind, wird dies eine Umstellung nach sich ziehen. Entweder findet man sich damit zurecht oder man wechselt den Anbieter. Vor allem Personen, die das Internet für den Beruf benötigen, aber auch solche, die im Internet Games spielen, trifft diese Ankündigung besonders.

Der Datenverbrauch von Onlinegames

Leidenschaftliche Gamer wird diese Nachricht wohl hart getroffen haben. Doch so gravierend scheint dies nicht zu sein. Denn Onlinegames wie beispielsweise die Spielaktualisierung bei Everquest2 verbrauchen gar nicht so viel Volumen. Es wird häufig von 1-2 Mbit die Minute gesprochen. Bei Ego-Shootern scheint es jedoch schon eine größere Menge an Datenvolumen zu sein, die dabei verbraucht wird. Und bei den ständig neuen Spielen und Erweiterungen, die auf den Markt kommen, wird sich die Beliebtheit von Games im Internet mit Sicherheit auch nicht einschränken. Allerdings verbraucht ein Stream einiges an Volumen und auch Downloads können dafür sorgen, dass das Datenvolumen nach einiger Zeit vom Anbieter eingeschränkt wird.

Mitbewerber planen keine Drosselung

Im Gegensatz zur Telekom gaben andere Anbieter sofort bekannt, dass diese keine ähnlichen Pläne hätten. Damit können Kunden sich zur Not auch anders orientieren. Gerade für denjenigen, der viele Stunden am Tag im Internet verbringt, wird das möglicherweise die einzige Alternative sein! Jeder sollte sich, wenn die Entscheidung für ein bestimmtes Datenvolumen ansteht, informieren, wie viel man mit dem, was man im Internet zu tun hat, denn wirklich verbraucht. Denn es lohnt sich zum einen nicht für denjenigen, der zu viel Datenvolumen hat und dieses nicht nutzt, aber im Gegensatz auch nicht für denjenigen, dem nach einigen Tagen im Monat das Datenvolumen gekürzt wird!

Datenvolumen im Auge behalten

Damit Sie nicht plötzlich mit Schneckentempo im Internet unterwegs sind empfehle ich Ihnen das Datenvolumen immer im Blick zu behalten. Wie das geht? Ganz einfach mit den folgenden Software-Tools, mit den Sie nicht nur ihr Datenvolumen im Blick behalten, sondern auch ihre DSL-Geschwindigkeit überwachen können.

Neben den genannten Tools, verfügen aber auch schon einige DSL-Router über die Möglichkeit das verbrauchte Datenvolumen anzeigen zu lassen. So zum Beispiel die FRITZ!Box 7390 mit der Funktion:„Online Monitor“. Dafür muss man allerdings erst die Benutzeroberfläche aufrufen um das verbrauchte Datenvolumen einsehen zu können.

 

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