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Telekom wird wegen Drosselung von Verbraucherzentrale abgemahnt

Die Deutsche Telekom muss für ihre DSL-Drosselung nicht nur Kritik einstecken, sondern nun auch erste konkrete Schwierigkeiten in Kauf nehmen. Denn nun gab es die erste Abmahnung von Seiten von Verbraucherschützern.

Abmahnung Telekom

Verbraucherschützer mahnen Telekom ab

Denn die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat nun eine Abmahnung an die Telekom ausgesprochen. Darin wird gefordert, die Klauseln in Sachen DSL-Drosselung, die ab dem 2. Mai in Kraft getreten sind, wieder aus den Verträgen zu nehmen. Denn die Verbraucherschützer aus NRW erklärten nun, dass diese Einschränkung bei einem Flatrate-Vertrag nicht zulässig sei. Dadurch werde eine zeitgemäße Nutzung des Internets unmöglich gemacht, hieß es weiter. Der Verbraucherschützer Klaus Müller sagte dazu: „Die Anbieter übertreffen sich in der Werbung für Internettarife seit jeher mit Flatrate- und Geschwindigkeitsversprechen.“ Die Telekom allerdings sorge mit den AGB dafür, dass es keinen diskriminierungsfreien Zugang zu sämtlichen Diensten gebe.

Gerichtsprozess scheint wahrscheinlich

Für die Deutsche Telekom besteht nun die Chance bis zum 16. Mai 2013, dass sie eine Unterlassungserklärung unterzeichnen. Mit dieser müsste der Bonner Konzern erklären, dass auf die Klauseln in den AGB künftig verzichtet werde. Allerdings scheint dies aufgrund der jüngsten Aussagen der Telekom-Verantwortlichen unwahrscheinlich. Somit dürfen demnächst also die Gerichte entscheiden, ob es sich bei der Drosselung um einen zulässigen Vorgang handelt.

VDSL-Kunden mit Drosselung von mehr als 99 Prozent

Als Beispiel führten die Verbraucherschützer zur Begründung die VDSL-Kunden vor. Diese besitzen ein Versprechen von bis zu 50 Mbit/s in ihren Verträgen. Sollten diese jedoch eine Verringerung der Geschwindigkeit auf 384 Kbit/s nach Erreichen des bestimmten Volumens hinnehmen müssen, wäre hierbei die Rede von einer Kürzung des Tempos um bis zu über 99 Prozent. Dies sei bei einem Kontrakt über eine Internetflatrate nicht hinnehmbar. Zudem sei damit eine zeitgemäße Nutzung des Internets nicht mehr möglich. Von der Telekom gibt es wie schon zuvor bei der Aufforderung der Bundesnetzagentur nach einer Antwort auf die Frage der Netzneutralität, keine Stellungnahme.

 

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