BREKO Breitbandstudie 2014: Festnetz längst nicht auf dem Abstellgleis

Der Bundesverband Breitbandkommunikation hat am gestrigen Mittwoch den 26.06.2014 seine Breitbandstudie 2014 vorgestellt. Was die aktuelle Studie zu Tage fördert, können Sie hier nachlesen.

BREKO Breitband-Studie 2014
Bundesverband präsentiert Breitband-Studie 2014

Neben Netzbetreiber und Service Provider stellen sich häufig Kunden die Frage: „Wie sich die aktuelle Lage auf dem Telekommunikationsmarkt entwickelt hat.“ Genau dieser Frage ist der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) in seiner jährlich angelegten Studie nach gegangen. Diese Markterhebung basiert auf einer Mitgliederbefragung der 193 Mitglieder wovon allein 111 Netzbetreiber im Verband organisiert sind.

Zu einem der wichtigsten Ergebnisse gehört die Tatsache, das der Gesichtspunkt: Breitband noch vor Strompreisen und Verkehrsanbindung zum Standortfaktor Nummer Eins zählt. Da aber auch dem Glasfaserausbau eine gewisse Schlüssel zu geschrieben wird, erwartet der Bundesverband eine gesteigerte Nachfrage an höheren Bandbreiten und somit schnelleren Internetzugängen.

Bandbreite-Nachfrage steigt weiter

Während die Standardbandbreite bei aktuell 10 Mbit/s liegt, muss in der Zukunft ein weitaus höherer Bandbreitenbedarf sichergestellt werden. Denn wo man im vergangenen Jahr in Wohngebieten noch mit 30 Mbit/s und Gewerbegebieten mit rund 75 Mbit/s auskam. Wird laut aktueller Bewertung für das Jahr 2018 eine Downloadgeschwindigkeit von 100 Mbit/s (Gewerbe 240 Mbit/s) nachgefragt.

Für das Jahr 2020 wird prognostiziert das eine durchschnittliche Bandbreiten-Nachfrage bei etwa 200 Mbit/s liegt.

BREKO prognostiziert steigender Datennutzung

Mit Festnetz-Anschluss mobil ins Internet

Der Festnetz-Anschluss gehört nicht wie einige Netzbetreiber vermuteten zum alten Eisen, ganz im Gegenteil er ist und bleibt gefragt. Grund laut Studie sind rund 80 Prozent aller Haushalte die nicht auf einen Festnetz-Anschluss verzichten möchten. Denn auch wenn mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones boomen, erfolgt der Einsatz dieser Geräte von 76 % aller Nutzer über festnetzgebundene WLAN-Netze.

Das spiegelt auch das übertragene Datenvolumen wieder. Lag es 2013 noch bei etwa 8,8 GB wird für das kommende Jahr 2015 einem Volumen von 13,7 GB erwartet. Für die Netzbetreiber ist der Weg klar, Sie müssen nach wie vor kräftig in den Ausbau der Netze investieren.

Mein Fazit:

Sicher werden den ein oder anderen die hohen Bandbreiten verwundern. Denn vielerorts werden nur Geschwindigkeiten von unter 1 Mbit/s erreicht. Dort würde man sich ganz bestimmt über einen 6.000 DSL-Zugang freuen. Doch gerade in Ballungszentren liegt der Wert natürlich viel höher was auch die hohe Standard-Banbreite erklärt. Aus meiner Sicht ist Richtung, die der Bundesverband einschlägt vollkommen richtig. Dadurch wird nämlich neben dem Mobilfunknetz auch noch der Ausbau des Festnetzes vorangetrieben.

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