Telekom: Preiserhöhungen für alte Festnetzanschlüsse ab Oktober

Die Deutsche Telekom erhöht ab Oktober die Preise für bestimmte Festnetzanschlüsse. Dazu zählen analoge Tarife, die überwiegend von Senioren genutzt werden.

Telekom Preiserhöhung alte Tarife
Von der Preiserhöhung sind vor allem ältere Kunden betroffen | © Otto Durst / stock.adobe.com

Strom, Gas, Tanken und auch Lebensmittel – alles wird teurer. Während man im Telekommunikationsbereich eigentlich eher stabile Preise kennt, muss sich jetzt ein Teil der Telekom-Kunden auf eine Preiserhöhung einstellen. Welche Kundengruppe ist betroffen, welche Tarife betrifft die Preiserhöhung und welche Alternativen gibt es? Alle Antworten hier im News-Beitrag.

Wen betrifft die Preiserhöhung bei der Telekom?

Post bekommen haben vor allem ältere Menschen, weil es sich bei der geplanten Preiserhöhung um alte, sogenannte „analoge“ Festnetztarife handelt. Überwiegend sind es Senioren, die gut ohne Internet zurechtkommen und auch an ihren alten Telefonapparaten festhalten. Die Telekom hat alle betroffenen Kunden per Brief über die geplante Preiserhöhung informiert.

Welcher Tarif wird teurer?

Bei dem betroffenen Tarif handelt es sich um alte Telefonanschlüsse (ohne DSL), damalige Einsteiger-Tarife. Bei der Telekom wird dieser Tarif unter dem Namen „Call Start“ angeboten. Betrug der monatliche Preis bisher 21,95 Euro, steigt die Gebühr ab 1. Oktober 2022 auf 23,95 Euro. Eine Besonderheit gibt es bei Anschlüssen aus dem Jahr 2008. Der Tarif Call Start (4) kostete bisher 18,95 Euro monatlich und steigt ab Oktober auf 20,95 Euro.

Die gute Nachricht: Da es sich hier um Anschlüsse ohne Internet und ohne Flatrate handelt, wird nach Minuten abgerechnet. Die Minutenpreise sollen aber stabil bleiben.

  • 2,9 Cent je Minute ins deutsche Festnetz
  • 21,9 Cent je Minute ins Mobilfunknetz

Warum wird Call Start teurer?

Die Preiserhöhung hat auch technische Gründe, die wiederum mehr Aufwand bedeuten. Während die Telefonie bei den Telekom-Anschlüssen regulär über das Internet realisiert wird, ist das beim alten Call Start theoretisch nicht der Fall. In der Praxis bedient man sich daher eines Tricks. Alle ankommenden Gespräche der analogen Anschlüsse, werden in den Vermittlungsstellen mittels sogenannter POTS-Karten in Internetgespräche umgewandelt.

Kein Grund zur Skepsis für Neukunden

Wer über einen Festnetzvertrag bei der Telekom nachdenkt, sollte sich von der angekündigten Preiserhöhung nicht abschrecken lassen. Die Tarife sind im Vergleich zur Konkurrenz zwar durchschnittlich etwas teurer, trotzdem wurde die Deutsche Telekom beim connect Festnetztest 2022 abermals Testsieger. Gute Sprachqualität und schneller Verbindungsaufbau sind nur zwei Argumente, die dem Unternehmen auf die oberste Stufe des Test-Treppchens verholfen haben. Dank der Tarife im besten Netz, mit vielen, möglichen Zusatzoptionen und einem speziellen Telekom-Cashback lohnt sich ein Vertragsabschluss beim Bonner Telekommunikationsriesen also immer noch.

Alternativen für Bestandskunden

Wer aus Ärger über die geplante Preiserhöhung nun über einen Anbieterwechsel nachdenkt, sollte vorsichtig sein. Auch wenn die Grundgebühr auf den ersten Blick günstiger scheint, sind die Minutenpreise für Anrufe ins Mobilfunknetz meist deutlich teurer als bei der Telekom. Außerdem steht die Spar-Option, weiterhin Call by Call zu telefonieren, dann auch nicht mehr zur Verfügung (gibt es ausschließlich bei der Telekom).

Call by Call – Durch Eingabe einer bestimmten Vor-Vorwahl können Gespräche über andere, günstigere Anbieter geführt werden.

Statt den Anbieter zu wechseln, sollte besser ein Tarifwechsel in Betracht gezogen werden. Empfehlenswert ist zum Beispiel der Tarif „Telekom Magenta Zuhause“, der aktuell für 19,95 Euro monatlich zu haben ist (ersten 6 Monate, danach teurer). Enthalten ist neben einer Telefon-Flatrate ins Festnetz auch die Internetflate. Die Minute ins Mobilfunknetz kostet 19 Cent. Der ab dem 7. Monat steigende Preis ist abhängig von der gewählten DSL-Geschwindigkeit (MBit/s). Wählt man hier die günstigste Variante (16 MBit/s) bleibt man preislich – dank vieler Leistungen – immer noch im Rahmen.

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